Die Duale Oberschule - vom Modellversuch zur Regelschule
Die
Duale Oberschule ist seit dem Schuljahr 2006/07 Regelschule als besondere Form der Regionalen Schule, nachdem sie 10 Jahre als
Modellversuch erprobt wurde. Sie umfasst die Klassenstufen 5 bis 10. Die Klassenstufen 7 bis 10 sind in zwei
Profilstufen gegliedert, die sich an dem Bildungsgang der Hauptschule bzw. der Realschule orientieren. Ein Wechsel zwischen den Profilstufen ist jeweils zum Schulhalbjahr möglich.
Die Duale Oberschule verknüpft allgemeine und berufliche Bildung miteinander und arbeitet dabei eng mit benachbarten
berufsbildenden Schulen zusammen. Sie bereitet intensiv auf die
Berufswahl vor u. a. durch Arbeitsplatzbesichtigungen, Schnupperpraktika und zwei Berufspraktika in den Klassenstufen 8 und 9.
Neue pädagogische Konzepte
ganzheitlichen Lernens und der Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z. B. Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, "Lernen lernen") prägen den Unterricht. So wird z. B. praktisches und theoretisches Lernen in dem neuen Fach
Praxis in der Schule vernetzt. Dieses Fach ist das Leitfach der Dualen Oberschule. Es wird ab Klassenstufe 6 unterrichtet und umfasst die Lernbereiche Technik und Naturwissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sowie Hauswirtschaft und Sozialwesen.
Außer der Berufsreife (Hauptschulabschluss) und dem qualifizierten Sekundarabschluss I (Mittlere Reife) kann auch die Berufsreife mit
Qualifikationsvermerk erworben werden. Diese berechtigt, in der Berufsschule in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Mathematik und Englisch den Lernbaustein I zu überspringen. Die gewonnene Zeit kann ausbildungsbegleitend zum Besuch des Fachhochschulreifeunterrichts genutzt werden, so dass schneller die Fachhochschulreife erreicht werden kann. Die Duale Oberschule hält somit alle Zugänge zum Hochschulbereich offen.




